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10.02.2014

Abenteuer Zyklotron-Bunker

Ein Bautagebuch: 1. Etappe – Abriß und Baufreiheit

Ein ehemaliger Zyklotronbunker auf dem Gelände der TU Berlin wird umgebaut zu hochmodernen Laboren für Metallforschung. Der ehemalige Zyklotronbunker war in den 60er Jahren für Versuchszwecke und Pionier-Experimente der Teilchenbeschleunigung gebaut worden. Die mittels eines riesigen Permanentmagneten beschleunigten radioaktiven Teilchen sollten den Bunker nicht verlassen.
Sie verlieren ihre Energie beim Auftreffen auf Wände – je dicker um so besser. Beim Aufprall auf Metallteile des Baus wird das Metall radioaktiv angereichert. Deshalb wurde z. Bsp. vor die metallische Labortür ein Labyrinth aus dicken Teilwänden gestellt.
Glücklicherweise war der Zyklotronbunker nie in Betrieb, deshalb haben wir ein Problem weniger – es gibt keine strahlenden Teile.
Aber das Bauwerk hat es trotzdem in sich:
Wir finden einen Bunker vor, gebaut aus 1,20 m dicken Wänden. Die Außenwände, die Innenwände, das Labyrinth – alles gegossen aus Spezialbeton mit hoher Dichte durch Metallschrottmischungen und Bewehrungsstahl – sogenannter Baritbeton.
Die ebenfalls noch vorhandenen metallischen Käfige und Anlagen sind zwar nicht verstrahlt, aber tonnenschwer, fest verankert und fest eingegossen.
Hier überlegt man sich jede einzelne neue Kernbohrung, die für die TGA-Gewerke gesetzt werden muß, sehr genau und jeder notwendige Abriß der Wände wird sehr genau hinterfragt. Notwendig? Oder kann das stehen bleiben?

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