Referenzen

2013–2014

TU Berlin – Labore für Werkstoffwissenschaften und –technologien Fachbereich EW: Umbau eines alten Zyklotronbunkers

Ressort: Bildung, Bund/Land, Forschung, Sonstiges
Leistung: Elektrotechnik, Sanitärtechnik, Raumluft- und Klimatechnik, Heizungstechnik, Medizin-/Labortechnik, Einzelmaßnahmen

Bauherr

TU Berlin
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin 

Bruttogeschoss:

2.540 m² 

Planungsbeginn:

2013 

Baubeginn:

2014 

Fertigstellung:

2014 

Auftragswert:

670.000 EUR 

Leistungsphase:

LP 2- 9 

Objektbeschreibung
Ein ehemaliger Zyklotronbunker, errichtet Ender der 60er Jahre und technologisch veraltet, wird umgebaut zu Laboren für die Erforschung von leichten Metalllegierungen.  Der ehemalige Zyklotronbunker  war in den 60er Jahren gebaut worden für Experimente der Teilchenbeschleunigung. Die beschleunigten Teilchen sind radioaktiv und  sollen nicht den Bunker verlassen. Sie verlieren ihre Energie beim Auftreffen auf Wände, je dicker um so besser, beim Aufprall  auf Metall wird das Metall radioaktiv angereichert. Deshalb wurde vor die metallische Labortür  ein Labyrinth aus dicken Teilwänden gestellt und somit besonders gesicherte Räume geschaffen. Glücklicherweise war der Zyklotronbunker nie in Betrieb, deshalb gab es keine strahlenden Teile. Der  Bunker, gebaut aus 1,20 dicken Wänden- die Außenwände, die Innenwände, das Labyrinth- alles aus Spezialbeton, mit hoher Dichte durch Metallschrottmischungen und Bewehrungsstahl – sogenannter Baritbeton. Hier überlegt man sich jede neue Kernbohrung sehr genau, die für die TGA-Gewerke gesetzt werden muß, und jeder notwendige Abriß der Wände wird sehr genau geprüft- notwendig? oder kann stehen bleiben?
Die vorhandenen metallischen Käfige und Anlagen sind zwar nicht verstrahlt, aber tonnenschwer, und fest verankert und fest eingegossen.
Nach vollständigem Rückbau von Bauteilen und schadstoffbelasteten (KMF-, Asbest) Bestandsrohren- und Leitungen werden Labore – Ofenlabor, Chemie-, Feinlabor mit zugehörigen Büros eingerichtet. Die Labore sind innenliegend. Der laufende Betrieb der Forschung durfte nicht beeinträchtigt werden.

Besonderheiten während der Sanierung

  • Geringe Raumhöhen, hohe Verlegedichte der neu zu verlegenden Medien- (Gase, Wasser, Abwasser, Entrauchungskanäle, Lüftungskanäle, Heizleitungen, Starkstromleitungen, Daten- und Schwachstromleitungen) – in engem Raum und durch vorhandene, dicke Stürze, die durchörtert und gequert wurden
  • gedeckeltes Kostenbudget, geringe Bauzeit
  • Sanierung der Gebäudehülle nach EnEV 2014, Beseitigung erheblicher Brandschutzmängel

Sanitärtechnik Heizungstechnik Lüftungstechnik
Einbindung des Gebäudes wasser- und abwasserseitig in das Grundleitungsnetz / Abwassersammelnetz der TU, welches sehr alt und mit unbekannter Leitungsführung im Außenbereich, Kamerabefahrung, Hebeanlage.
Die Laborräume werden gemäß DIN 1946-7 mechanisch be- und entlüftet. Die Abluftkanäle werden gleichzeitig zur Rauchableitung genutzt. Die für die Entrauchung notwendige Zuluftnachströmung wird über die Teilklimaanlage sichergestellt. Im Flurbereich werden diese Abluft-/Entrauchungskanäle als selbständige Entrauchungskanäle/L90 aus Silikatfaserplatten ausgeführt. Der zugehörige Brandgasventilator wird an dieses Kanalnetz angeschlossen und auf dem Flachdach aufgestellt (F600).
Einzelne Abluftabsaugstellen (Digestorium, Chemikalienschränke und Gasflaschenschränke) werden über Einzellüfter abgesaugt und über Dach (Bürobereich) ausgeblasen. Analog dazu erhalten der Serverraum und der Meßraum eine separate Abluftabsaugung über Einzellüfter.

Elektrotechnik Starkstrom

  • neue Hauseinführung, Hauptverteilung
  • Unterverteilungen pro Labor
  • Allgemeinbeleuchtung
  • Sicherheitsbeleuchtung
  • Blitzschutz    
  • Schwachstrom

Elektrotechnik – Schwachstrom

  • Datennetz, strukturiert nach TU-Standard
  • Telefon- und TV-Netz
  • Koordinierung diverser nutzerspezifischer Anlagen,
  • (Schnittstelle Neu-/ Bestandsanlagen)

Labortechnik

  • Medienversorgung der Labore mit Druckluft, Laborgas und Druckgasflaschen 50l, 300bar aus Flaschenschränken, Niedrigrauchabzüge mit abgesaugtem Säure-/ Laugen-Unterbau, Chemikalien-/ Giftschrank, Sicherheitsgasflaschenschrank, Installationszelle- zentraler Medienstützpunkt für Sanitär/ Druckluft, Prozesswärme,  Kälteversorgung, Klimakälteversorgung
  • Medienampeln mit Unterbringung aller Medien zur Versorgung der Labortische
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